++ Disziplinarverfahren: CDU wettert gegen Schostok ++

Nachdem die Kommunalaufsicht am Mittwoch ein Disziplinarverfahren gegen Oberbürgermeister Stefan Schostok eingeleitet hat, fordert die Opposition erneut Konsequenzen. CDU-Ratsfraktionschef Jens Seidel sagte am Donnerstag gegenüber Radio Hannover: Er könne dem Oberbürgermeister nur zum wiederholten Male empfehlen, seine Amtsgeschäfte ab sofort bis zum Abschluss der Verfahren ruhen zu lassen und die Stadtverwaltung durch die erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette leiten zu lassen. Das sei er seinem Amt gegenüber schuldig. 

Schostok hatte das Disziplinarverfahren Mittwoch als „zu erwartende Formsache“ bezeichnet. Die Kommunalaufsicht, die dem Innenministerium untersteht, setzte das Verfahren zunächst aus wegen der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Oberstaatsanwalt Thomas Klinge sagte gegenüber Radio Hannover, seine Behörde prüfe derzeit noch Beweismittel, die bei der Durchsuchung von Schostoks Büro und seiner Privatwohnung vor zwei Monaten sichergestellt worden waren. Die Staatsanwaltschaft wirft Schostok, seinem Büroleiter Frank Herbert und dem früheren Personalreferenten Harald Härke Untreue vor. Schostok und Härke sollen unrechtmäßige Gehaltszulagen für Herbert durchgewunken haben. Sie bestreiten die Vorwürfe.

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