Urteil nach Pflastersteinattacke

Weil er am Raschplatz einen Obdachlosen mit einem Pflasterstein attackiert und lebensgefährlich verletzt hat, muss ein 25-Jähriger Mann aus dem Sudan nun sieben Jahre in Haft. Das hat das Landgericht Hannover am Mittwoch entschieden. Versuchter Totschlag lautete der Vorwurf, für den die Staatsanwaltschaft sogar siebeneinhalb Jahre gefordert hatte. Die Richter sahen als erwiesen an, dass Mohammed A. den Obdachlosen lebensgefährlich am Kopf verletzte. Das Opfer überlebte den Angriff damals nur knapp. Verurteilt wurde der Angeklagte indes auch für weitere Gewaltdelikte – unter anderem hatte er eine Person mit einer abgebrochenen Wodkaflasche verletzt und war zudem in der JVA auffällig geworden. Sein Anwalt hatte darauf gepocht, dass der Pflasterstein-Vorwurf seines Mandanten nicht auf den Videoaufzeichnungen zu belegen gewesen sei, er hatte daher lediglich 9 Monate Haft gefordert.