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++ "Friedhofsmord" in Kirchrode: Revision startet vor dem Landgericht Hannover ++

14 und neun Jahre Haft warten eigentlich auf die beiden Angeklagten vom sogenannten "Friedhofsmord" in Kirchrode. Doch die Strafe könnte nun doch milder ausfallen. Die Verteidigung hatte Revision eingelegt, am Montag ist das Verfahren neu aufgerollt worden. 

Im Juli vergangenen Jahres hatte der Bundesgerichtshof das Urteil aufgehoben, wegen Rechtsfehlern. Der Schuldspruch bleibt rechtskräftig, die verhängten Haftstrafen und auch die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik werden aber ab Montag vor dem Landgericht Hannover neu verhandelt. Der Angeklagte war im vergangenen Februar zu 14 Jahren Haft verurteilt worden, seine Partnerin zu neun Jahren. Das Paar hatte im April 2020 einen Mann aus Bielefeld unter einem Vorwand in ihre Wohnung in Kirchrode gelockt. Mit einem japanischen Kampfmesser stachen sie über 100mal auf ihn ein. Nach einigen Tagen verscharrte das Paar den Leichnam auf dem nahegelegenen Friedhof.  

Beide haben sich heute laut einer Gerichtssprecherin zum ersten Mal geäußert. Außerdem hat der psychiatrische Sachverständige als Zeuge ausgesagt. Am Mittwoch wird die Beweisaufnahme fortgesetzt.